Negative Google-Bewertung: Was Unternehmen wirklich tun können
Negative Google-Bewertung erhalten? Alle Optionen für Unternehmen - von der richtigen Reaktion bis zur Entfernung rechtswidriger Rezensionen.


Negative Google-Bewertung: Was Unternehmen wirklich tun können
Negative Google-Bewertung erhalten? Alle Optionen für Unternehmen - von der richtigen Reaktion bis zur Entfernung rechtswidriger Rezensionen.

Eine unfaire Bewertung kostet täglich Kunden. Wir prüfen rechtswidrige Rezensionen und holen Ihr Sternerating zurück.
Eine negative Google-Bewertung kann den Unterschied machen zwischen einem Neukunden, der anruft, und einem, der zur Konkurrenz geht. Laut einer Erhebung von Taggbox lesen 83 Prozent der Kunden Google-Bewertungen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. 88 Prozent vertrauen diesen Bewertungen genauso sehr wie einer persönlichen Empfehlung. Und eine Studie der Harvard Business School zeigt: Schon eine Sternestufe weniger kann den Umsatz um 5 bis 9 Prozent senken.
Negative Google-Bewertungen können in vielen Fällen entfernt werden - vorausgesetzt, sie verstoßen gegen die Google-Richtlinien oder gegen geltendes deutsches Recht. Dazu zählen Fake-Bewertungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Beleidigungen und Rezensionen von Personen ohne tatsächlichen Kundenkontakt. Unternehmen haben mehrere Optionen: professionell reagieren, die Bewertung bei Google melden oder einen spezialisierten Dienstleister beauftragen.
Trotzdem wissen viele Unternehmer nicht, welche Optionen sie haben. In diesem Artikel geben wir einen vollständigen Überblick - von der richtigen Reaktion auf Kritik bis zur Entfernung rechtswidriger Bewertungen.
Warum eine einzige Bewertung so viel Schaden anrichten kann
Das Problem ist nicht die Bewertung selbst - es ist die Sichtbarkeit. Google zeigt das Sternerating direkt in den Suchergebnissen an. Wer 4,8 Sterne hat, bekommt Klicks. Wer auf 3,9 fällt, verliert sie - oft ohne es zu merken.
Laut Harvard Business School führt eine Steigerung um einen Stern auf Bewertungsportalen zu einem Umsatzplus von 5 bis 9 Prozent. Umgekehrt bedeutet das: Eine einzige 1-Stern-Bewertung, die den Durchschnitt von 4,8 auf 4,5 drückt, kann messbar Umsatz kosten.
Besonders betroffen sind lokale Unternehmen - Restaurants, Handwerker, Praxen, Dienstleister. Hier entscheidet das Google-Rating oft darüber, ob ein potenzieller Kunde überhaupt den nächsten Schritt macht: anrufen, eine Anfrage schicken oder vorbeikommen.
Welche Optionen haben Unternehmen?
Wer eine negative Google-Bewertung erhalten hat, steht nicht machtlos da. Es gibt vier Wege, mit der Situation umzugehen - je nach Art der Bewertung und eigener Zielsetzung:
Option | Wann sinnvoll | Aufwand | Erfolgschance |
|---|---|---|---|
Professionell reagieren | Bei berechtigter Kritik oder wenn eine öffentliche Antwort die Wahrnehmung verbessert | Gering (15-30 Min.) | Hoch für Image-Wirkung |
Bei Google melden | Bei klarem Richtlinienverstoß (Spam, Fake, Beleidigung) | Gering | Niedrig bis mittel (ca. 30-40%) |
Anwalt einschalten | Bei schwerer Schädigung, Schmhkritik, falschen Tatsachen | Hoch (Zeit + Kosten ab 500€+) | Hoch bei klarer Rechtslage |
Spezialisierten Dienstleister beauftragen | Bei Richtlinienverstoß, wenn eigene Meldung abgelehnt wurde oder man Zeit sparen will | Gering (ab 12,90€/Fall) | Hoch (94% bei Rezensionsheld) |
Option 1: Professionell auf die Bewertung reagieren
Nicht jede negative Bewertung muss entfernt werden. Manchmal ist die bessere Strategie, öffentlich zu antworten - sachlich, lösungsorientiert und ohne Emotion. Laut einer Studie von Xantum wandeln 25 Prozent der unzufriedenen Kunden ihre negative Bewertung um, wenn das Unternehmen professionell reagiert.
Eine gute Antwort richtet sich nicht nur an den Beschwerdeführer - sie richtet sich an alle potenziellen Kunden, die die Bewertung lesen. Die Botschaft: Wir nehmen Feedback ernst und lösen Probleme.
Konkrete Vorlagen und die häufigsten Fehler beim Antworten beschreiben wir in unserem Artikel: Auf negative Google-Bewertungen richtig reagieren.
Option 2: Die Bewertung bei Google melden
Wenn eine Bewertung gegen die Google-Richtlinien für Rezensionen verstößt, kann sie direkt über das Google Unternehmensprofil gemeldet werden. Gründe, die Google als Verstoß anerkennt:
Spam und Fake-Inhalte (gefälschte Bewertungen, Click-Farm-Rezensionen)
Beleidigende oder hasserfllte Sprache
Bewertungen ohne Bezug zum Unternehmen (Off-Topic)
Interessenkonflikte (Bewertungen von Wettbewerbern oder Ex-Mitarbeitern)
Falsche Tatsachenbehauptungen
Der Prozess: Im Google Unternehmensprofil unter "Rezensionen" auf das Drei-Punkte-Menü klicken, "Als unangemessen melden" wählen und den konkreten Verstoß benennen. Laut Google-Support dauert die Prüfung aktuell 5 bis 20 Werktage.
Das Problem: Viele Meldungen werden abgelehnt - nicht weil die Bewertung berechtigt ist, sondern weil die Begründung zu allgemein formuliert wurde. Einen detaillierten Vergleich zwischen Selbst-Melden und professioneller Hilfe findest du in unserem Artikel: Google-Bewertung selbst melden oder Dienstleister beauftragen?
Option 3: Rechtliche Schritte
Wenn eine Bewertung nicht nur gegen Google-Richtlinien, sondern auch gegen deutsches Recht verstößt, können Unternehmen juristisch dagegen vorgehen. Der BGH hat in seinem Urteil vom 9. August 2022 (VI ZR 1244/20) die Position von Unternehmen deutlich gestärkt: Es reicht bereits aus, den tatsächlichen Kundenkontakt zu bestreiten, um Prüfpflichten des Portalbetreibers auszulösen.
Das bedeutet: Wenn ein Unternehmen sagt "Diese Person war nie Kunde bei uns", muss Google prüfen - und wenn der Bewerter keinen Nachweis liefern kann, wird die Bewertung entfernt.
Die vollständige rechtliche Lage - inklusive Google-Richtlinien, deutschem Recht und aktueller BGH-Rechtsprechung - erläutern wir in unserem Artikel: Wann darf eine Google-Bewertung entfernt werden?
Option 4: Spezialisierten Dienstleister beauftragen
Wer weder die Zeit für den eigenen Meldeprozess noch das Budget für einen Anwalt hat, kann einen spezialisierten Dienstleister beauftragen. Der Markt teilt sich dabei in drei Kategorien:
Anbietertyp | Typische Kosten | Vorgehen |
|---|---|---|
Spezialisierte Kanzleien | Ab 500€ pro Fall (Erstberatung + Abmahnung) | Juristisch: Abmahnung, einstweilige Verfügung, Klage |
Reputation-Management-Agenturen | Ab 200-500€/Monat (Pauschalmodelle) | Kombination aus Meldung, Monitoring, Gegenbewertungen |
Self-Service-Dienstleister | Ab 12,90€ pro Fall | Prüfung und Bearbeitung einzelner Bewertungen, pro Fall bezahlt |
Die Unterschiede im Detail - inklusive Vor- und Nachteile jedes Wegs - beschreiben wir in: Google-Bewertung selbst melden oder Dienstleister beauftragen?
Welche Bewertungen können entfernt werden?
Nicht jede schlechte Bewertung ist angreifbar. Entscheidend ist, ob sie gegen Plattform-Richtlinien oder geltendes Recht verstößt. Hier die wichtigsten Kategorien:
Kategorie | Beispiel | Entfernbar? |
|---|---|---|
Fake-Bewertung / kein Kundenkontakt | Person war nie Kunde, Bewertung ist frei erfunden | |
Falsche Tatsachenbehauptung | "Haben mir 500€ zu viel berechnet" - was nachweislich nicht stimmt | Ja - Verstoß gegen Google-Richtlinien + dt. Recht |
Beleidigung / Schmähkritik | Reine Herabsetzung ohne Sachbezug | Ja - Google-Richtlinien • Strafrecht |
Wettbewerberangriff | Konkurrent bewertet negativ, um zu schaden | Ja - Interessenkonflikt |
Berechtigte Kritik | "Service war langsam, musste 45 Min. warten" | Nein - geschützte Meinungsäußerung |
Die vollständige rechtliche Einordnung findest du in unserem Artikel: Wann darf eine Google-Bewertung entfernt werden?
Fake-Bewertungen: Das wachsende Problem
Ein Sonderfall, der immer häufiger vorkommt: gezielte Fake-Bewertungen. Laut ReviewForest hat Google im April 2026 die Bewertungs-Richtlinien nochmals verschärft - insbesondere gegen Spam-Bewertungen mit eingebettetem Service-Pitch und Click-Farm-Netzwerke.
Warnsignale für Fake-Bewertungen: Das Profil hat nur eine einzige Bewertung, kein Profilbild, keinen echten Namen und keine weitere Aktivität bei anderen Unternehmen. Wie du gefälschte Rezensionen erkennst und systematisch dagegen vorgehst, beschreiben wir in: Fake-Bewertungen erkennen und dagegen vorgehen.
Sonderfall: Kununu-Bewertungen als Arbeitgeber
Neben Google-Bewertungen gibt es eine zweite Baustelle, die immer mehr Unternehmen beschäftigt: negative Arbeitgeberbewertungen auf Kununu. Das Problem ist ein anderes - hier geht es nicht um Kundenumsatz, sondern um Recruiting. Schlechte Kununu-Bewertungen schrecken Bewerber ab und kosten Unternehmen qualifizierte Kandidaten.
Die Optionen für Arbeitgeber - vom Melden über das Bestreiten der Arbeitnehmereigenschaft bis zur professionellen Bearbeitung - beschreiben wir in einem eigenen Artikel: Schlechte Kununu-Bewertung als Arbeitgeber.
Fazit
Eine negative Google-Bewertung ist kein Weltuntergang - aber sie zu ignorieren ist ein Fehler. Jede Woche, in der eine rechtswidrige oder gefälschte Bewertung online steht, kostet potenzielle Kunden. Die gute Nachricht: Unternehmen haben Optionen. Wer professionell reagiert, berechtigte Kritik ernst nimmt und gleichzeitig gegen rechtswidrige Bewertungen vorgeht, schützt seinen Ruf und sein Geschäft.
Bei Rezensionsheld kannst du negative Bewertungen direkt auf der Website prüfen und einzeln zur Bearbeitung einreichen - ohne Abo, ohne Mindestmenge, ab 12,90 Euro pro Fall. Mit einer Erfolgsquote von 94 Prozent.
Häufig gestellte Fragen zu negativen Google-Bewertungen
Kann man negative Google-Bewertungen entfernen lassen?
Ja, wenn die Bewertung gegen die Google-Richtlinien oder gegen deutsches Recht verstößt. Dazu zählen Fake-Bewertungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Beleidigungen und Rezensionen ohne Kundenkontakt. Berechtigte Meinungsäußerungen - auch wenn sie kritisch sind - sind geschützt und können nicht entfernt werden.
Wie lange dauert es, bis eine gemeldete Bewertung entfernt wird?
Bei einer Meldung direkt über das Google Unternehmensprofil dauert die Prüfung laut Google-Support aktuell 5 bis 20 Werktage. Bei der Beauftragung eines spezialisierten Dienstleisters kann der Prozess je nach Fall kürzer oder länger dauern.
Was kostet es, eine Google-Bewertung entfernen zu lassen?
Die Kosten hängen vom Weg ab: Selbst melden bei Google ist kostenlos, aber zeitaufwändig und oft erfolglos. Spezialisierte Kanzleien berechnen ab 500 Euro pro Fall. Self-Service-Dienstleister wie Rezensionsheld arbeiten ab 12,90 Euro pro Fall - bezahlt wird pro bearbeiteter Bewertung, nicht pauschal.
Was tun, wenn Google die Meldung ablehnt?
Eine Ablehnung bedeutet nicht, dass die Bewertung berechtigt ist. Häufig ist die Begründung der Meldung zu allgemein formuliert. Optionen nach einer Ablehnung: die Meldung mit präziserer Begründung wiederholen, einen spezialisierten Dienstleister beauftragen der die Meldung professionell aufbereitet, oder rechtliche Schritte prüfen.
Wie wirken sich negative Bewertungen auf den Umsatz aus?
Laut einer Studie der Harvard Business School führt ein Unterschied von einem Stern auf Bewertungsportalen zu einer Umsatzveränderung von 5 bis 9 Prozent. 83 Prozent der Kunden lesen Bewertungen vor einer Kaufentscheidung - das Sternerating ist damit einer der wichtigsten Faktoren für die Sichtbarkeit und Conversion lokaler Unternehmen.
Gibt es einen Unterschied zwischen Google- und Kununu-Bewertungen?
Ja, sowohl in der Zielgruppe als auch im Vorgehen. Google-Bewertungen betreffen die Kundenwahrnehmung und den Umsatz. Kununu-Bewertungen betreffen das Arbeitgeberimage und das Recruiting. Die rechtlichen Grundlagen ähneln sich, aber das Vorgehen auf den Plattformen unterscheidet sich. Details zu Kununu in unserem Artikel: Schlechte Kununu-Bewertung als Arbeitgeber.
Eine negative Google-Bewertung kann den Unterschied machen zwischen einem Neukunden, der anruft, und einem, der zur Konkurrenz geht. Laut einer Erhebung von Taggbox lesen 83 Prozent der Kunden Google-Bewertungen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. 88 Prozent vertrauen diesen Bewertungen genauso sehr wie einer persönlichen Empfehlung. Und eine Studie der Harvard Business School zeigt: Schon eine Sternestufe weniger kann den Umsatz um 5 bis 9 Prozent senken.
Negative Google-Bewertungen können in vielen Fällen entfernt werden - vorausgesetzt, sie verstoßen gegen die Google-Richtlinien oder gegen geltendes deutsches Recht. Dazu zählen Fake-Bewertungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Beleidigungen und Rezensionen von Personen ohne tatsächlichen Kundenkontakt. Unternehmen haben mehrere Optionen: professionell reagieren, die Bewertung bei Google melden oder einen spezialisierten Dienstleister beauftragen.
Trotzdem wissen viele Unternehmer nicht, welche Optionen sie haben. In diesem Artikel geben wir einen vollständigen Überblick - von der richtigen Reaktion auf Kritik bis zur Entfernung rechtswidriger Bewertungen.
Warum eine einzige Bewertung so viel Schaden anrichten kann
Das Problem ist nicht die Bewertung selbst - es ist die Sichtbarkeit. Google zeigt das Sternerating direkt in den Suchergebnissen an. Wer 4,8 Sterne hat, bekommt Klicks. Wer auf 3,9 fällt, verliert sie - oft ohne es zu merken.
Laut Harvard Business School führt eine Steigerung um einen Stern auf Bewertungsportalen zu einem Umsatzplus von 5 bis 9 Prozent. Umgekehrt bedeutet das: Eine einzige 1-Stern-Bewertung, die den Durchschnitt von 4,8 auf 4,5 drückt, kann messbar Umsatz kosten.
Besonders betroffen sind lokale Unternehmen - Restaurants, Handwerker, Praxen, Dienstleister. Hier entscheidet das Google-Rating oft darüber, ob ein potenzieller Kunde überhaupt den nächsten Schritt macht: anrufen, eine Anfrage schicken oder vorbeikommen.
Welche Optionen haben Unternehmen?
Wer eine negative Google-Bewertung erhalten hat, steht nicht machtlos da. Es gibt vier Wege, mit der Situation umzugehen - je nach Art der Bewertung und eigener Zielsetzung:
Option | Wann sinnvoll | Aufwand | Erfolgschance |
|---|---|---|---|
Professionell reagieren | Bei berechtigter Kritik oder wenn eine öffentliche Antwort die Wahrnehmung verbessert | Gering (15-30 Min.) | Hoch für Image-Wirkung |
Bei Google melden | Bei klarem Richtlinienverstoß (Spam, Fake, Beleidigung) | Gering | Niedrig bis mittel (ca. 30-40%) |
Anwalt einschalten | Bei schwerer Schädigung, Schmhkritik, falschen Tatsachen | Hoch (Zeit + Kosten ab 500€+) | Hoch bei klarer Rechtslage |
Spezialisierten Dienstleister beauftragen | Bei Richtlinienverstoß, wenn eigene Meldung abgelehnt wurde oder man Zeit sparen will | Gering (ab 12,90€/Fall) | Hoch (94% bei Rezensionsheld) |
Option 1: Professionell auf die Bewertung reagieren
Nicht jede negative Bewertung muss entfernt werden. Manchmal ist die bessere Strategie, öffentlich zu antworten - sachlich, lösungsorientiert und ohne Emotion. Laut einer Studie von Xantum wandeln 25 Prozent der unzufriedenen Kunden ihre negative Bewertung um, wenn das Unternehmen professionell reagiert.
Eine gute Antwort richtet sich nicht nur an den Beschwerdeführer - sie richtet sich an alle potenziellen Kunden, die die Bewertung lesen. Die Botschaft: Wir nehmen Feedback ernst und lösen Probleme.
Konkrete Vorlagen und die häufigsten Fehler beim Antworten beschreiben wir in unserem Artikel: Auf negative Google-Bewertungen richtig reagieren.
Option 2: Die Bewertung bei Google melden
Wenn eine Bewertung gegen die Google-Richtlinien für Rezensionen verstößt, kann sie direkt über das Google Unternehmensprofil gemeldet werden. Gründe, die Google als Verstoß anerkennt:
Spam und Fake-Inhalte (gefälschte Bewertungen, Click-Farm-Rezensionen)
Beleidigende oder hasserfllte Sprache
Bewertungen ohne Bezug zum Unternehmen (Off-Topic)
Interessenkonflikte (Bewertungen von Wettbewerbern oder Ex-Mitarbeitern)
Falsche Tatsachenbehauptungen
Der Prozess: Im Google Unternehmensprofil unter "Rezensionen" auf das Drei-Punkte-Menü klicken, "Als unangemessen melden" wählen und den konkreten Verstoß benennen. Laut Google-Support dauert die Prüfung aktuell 5 bis 20 Werktage.
Das Problem: Viele Meldungen werden abgelehnt - nicht weil die Bewertung berechtigt ist, sondern weil die Begründung zu allgemein formuliert wurde. Einen detaillierten Vergleich zwischen Selbst-Melden und professioneller Hilfe findest du in unserem Artikel: Google-Bewertung selbst melden oder Dienstleister beauftragen?
Option 3: Rechtliche Schritte
Wenn eine Bewertung nicht nur gegen Google-Richtlinien, sondern auch gegen deutsches Recht verstößt, können Unternehmen juristisch dagegen vorgehen. Der BGH hat in seinem Urteil vom 9. August 2022 (VI ZR 1244/20) die Position von Unternehmen deutlich gestärkt: Es reicht bereits aus, den tatsächlichen Kundenkontakt zu bestreiten, um Prüfpflichten des Portalbetreibers auszulösen.
Das bedeutet: Wenn ein Unternehmen sagt "Diese Person war nie Kunde bei uns", muss Google prüfen - und wenn der Bewerter keinen Nachweis liefern kann, wird die Bewertung entfernt.
Die vollständige rechtliche Lage - inklusive Google-Richtlinien, deutschem Recht und aktueller BGH-Rechtsprechung - erläutern wir in unserem Artikel: Wann darf eine Google-Bewertung entfernt werden?
Option 4: Spezialisierten Dienstleister beauftragen
Wer weder die Zeit für den eigenen Meldeprozess noch das Budget für einen Anwalt hat, kann einen spezialisierten Dienstleister beauftragen. Der Markt teilt sich dabei in drei Kategorien:
Anbietertyp | Typische Kosten | Vorgehen |
|---|---|---|
Spezialisierte Kanzleien | Ab 500€ pro Fall (Erstberatung + Abmahnung) | Juristisch: Abmahnung, einstweilige Verfügung, Klage |
Reputation-Management-Agenturen | Ab 200-500€/Monat (Pauschalmodelle) | Kombination aus Meldung, Monitoring, Gegenbewertungen |
Self-Service-Dienstleister | Ab 12,90€ pro Fall | Prüfung und Bearbeitung einzelner Bewertungen, pro Fall bezahlt |
Die Unterschiede im Detail - inklusive Vor- und Nachteile jedes Wegs - beschreiben wir in: Google-Bewertung selbst melden oder Dienstleister beauftragen?
Welche Bewertungen können entfernt werden?
Nicht jede schlechte Bewertung ist angreifbar. Entscheidend ist, ob sie gegen Plattform-Richtlinien oder geltendes Recht verstößt. Hier die wichtigsten Kategorien:
Kategorie | Beispiel | Entfernbar? |
|---|---|---|
Fake-Bewertung / kein Kundenkontakt | Person war nie Kunde, Bewertung ist frei erfunden | |
Falsche Tatsachenbehauptung | "Haben mir 500€ zu viel berechnet" - was nachweislich nicht stimmt | Ja - Verstoß gegen Google-Richtlinien + dt. Recht |
Beleidigung / Schmähkritik | Reine Herabsetzung ohne Sachbezug | Ja - Google-Richtlinien • Strafrecht |
Wettbewerberangriff | Konkurrent bewertet negativ, um zu schaden | Ja - Interessenkonflikt |
Berechtigte Kritik | "Service war langsam, musste 45 Min. warten" | Nein - geschützte Meinungsäußerung |
Die vollständige rechtliche Einordnung findest du in unserem Artikel: Wann darf eine Google-Bewertung entfernt werden?
Fake-Bewertungen: Das wachsende Problem
Ein Sonderfall, der immer häufiger vorkommt: gezielte Fake-Bewertungen. Laut ReviewForest hat Google im April 2026 die Bewertungs-Richtlinien nochmals verschärft - insbesondere gegen Spam-Bewertungen mit eingebettetem Service-Pitch und Click-Farm-Netzwerke.
Warnsignale für Fake-Bewertungen: Das Profil hat nur eine einzige Bewertung, kein Profilbild, keinen echten Namen und keine weitere Aktivität bei anderen Unternehmen. Wie du gefälschte Rezensionen erkennst und systematisch dagegen vorgehst, beschreiben wir in: Fake-Bewertungen erkennen und dagegen vorgehen.
Sonderfall: Kununu-Bewertungen als Arbeitgeber
Neben Google-Bewertungen gibt es eine zweite Baustelle, die immer mehr Unternehmen beschäftigt: negative Arbeitgeberbewertungen auf Kununu. Das Problem ist ein anderes - hier geht es nicht um Kundenumsatz, sondern um Recruiting. Schlechte Kununu-Bewertungen schrecken Bewerber ab und kosten Unternehmen qualifizierte Kandidaten.
Die Optionen für Arbeitgeber - vom Melden über das Bestreiten der Arbeitnehmereigenschaft bis zur professionellen Bearbeitung - beschreiben wir in einem eigenen Artikel: Schlechte Kununu-Bewertung als Arbeitgeber.
Fazit
Eine negative Google-Bewertung ist kein Weltuntergang - aber sie zu ignorieren ist ein Fehler. Jede Woche, in der eine rechtswidrige oder gefälschte Bewertung online steht, kostet potenzielle Kunden. Die gute Nachricht: Unternehmen haben Optionen. Wer professionell reagiert, berechtigte Kritik ernst nimmt und gleichzeitig gegen rechtswidrige Bewertungen vorgeht, schützt seinen Ruf und sein Geschäft.
Bei Rezensionsheld kannst du negative Bewertungen direkt auf der Website prüfen und einzeln zur Bearbeitung einreichen - ohne Abo, ohne Mindestmenge, ab 12,90 Euro pro Fall. Mit einer Erfolgsquote von 94 Prozent.
Häufig gestellte Fragen zu negativen Google-Bewertungen
Kann man negative Google-Bewertungen entfernen lassen?
Ja, wenn die Bewertung gegen die Google-Richtlinien oder gegen deutsches Recht verstößt. Dazu zählen Fake-Bewertungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Beleidigungen und Rezensionen ohne Kundenkontakt. Berechtigte Meinungsäußerungen - auch wenn sie kritisch sind - sind geschützt und können nicht entfernt werden.
Wie lange dauert es, bis eine gemeldete Bewertung entfernt wird?
Bei einer Meldung direkt über das Google Unternehmensprofil dauert die Prüfung laut Google-Support aktuell 5 bis 20 Werktage. Bei der Beauftragung eines spezialisierten Dienstleisters kann der Prozess je nach Fall kürzer oder länger dauern.
Was kostet es, eine Google-Bewertung entfernen zu lassen?
Die Kosten hängen vom Weg ab: Selbst melden bei Google ist kostenlos, aber zeitaufwändig und oft erfolglos. Spezialisierte Kanzleien berechnen ab 500 Euro pro Fall. Self-Service-Dienstleister wie Rezensionsheld arbeiten ab 12,90 Euro pro Fall - bezahlt wird pro bearbeiteter Bewertung, nicht pauschal.
Was tun, wenn Google die Meldung ablehnt?
Eine Ablehnung bedeutet nicht, dass die Bewertung berechtigt ist. Häufig ist die Begründung der Meldung zu allgemein formuliert. Optionen nach einer Ablehnung: die Meldung mit präziserer Begründung wiederholen, einen spezialisierten Dienstleister beauftragen der die Meldung professionell aufbereitet, oder rechtliche Schritte prüfen.
Wie wirken sich negative Bewertungen auf den Umsatz aus?
Laut einer Studie der Harvard Business School führt ein Unterschied von einem Stern auf Bewertungsportalen zu einer Umsatzveränderung von 5 bis 9 Prozent. 83 Prozent der Kunden lesen Bewertungen vor einer Kaufentscheidung - das Sternerating ist damit einer der wichtigsten Faktoren für die Sichtbarkeit und Conversion lokaler Unternehmen.
Gibt es einen Unterschied zwischen Google- und Kununu-Bewertungen?
Ja, sowohl in der Zielgruppe als auch im Vorgehen. Google-Bewertungen betreffen die Kundenwahrnehmung und den Umsatz. Kununu-Bewertungen betreffen das Arbeitgeberimage und das Recruiting. Die rechtlichen Grundlagen ähneln sich, aber das Vorgehen auf den Plattformen unterscheidet sich. Details zu Kununu in unserem Artikel: Schlechte Kununu-Bewertung als Arbeitgeber.
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Was genau macht Rezensionsheld?
Warum ist es wichtig, negative Bewerungen zu entfernen?
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Was passiert, wenn Google die Entfernung ablehnt?
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Was genau macht Rezensionsheld?
Warum ist es wichtig, negative Bewerungen zu entfernen?
Wie funktioniert der Prozess der Bewertungsentfernung?
Welche Art von Bewerungen können entfernt werden?
Wie lange dauert es bis eine Bewertung entfernt wird?
Was passiert, wenn Google die Entfernung ablehnt?
